Foto: Eine Fahne des Deutschen Roten Kreuzes weht unter strahlend blauem Himmel.
Foto: A. Zelck / DRKS

First Responder (HvO) - Helfer vor Ort

"First Responder" bedeutet erste Hilfe vor Ort

Es bedeutet aber auch Ersthelfer und professionelle Nachbarschaftshilfe. Sie sind ein zusätzliches Glied in der Rettungskette. Gut ausgebildete, freiwillige Helfer unseres Ortsvereins überbrücken als First Responder die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes.

Wenn bei einem Notfall das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz oder der Notfallort durch die ehrenamtlichen Helfer schneller als für den Rettungsdienst zu erreichen ist, alarmiert die zuständige Rettungsleitstelle zusätzlich zum Rettungsdienst den First Responder. Dieser fährt meist mit seinem privaten PKW an den Notfallort und beginnt mit der Versorgung des Patienten bis der Rettungsdienst eintrifft.

First Responder führen entsprechende lebenserhaltende Basismaßnahmen durch, wie z.B. Herz-Lungen-Wiederbelebung, Lagerung des Patienten, Betreuung, blutstillende Maßnahmen usw. Eine wichtige Aufgabe ist auch die entsprechende frühe Rückmeldung an die Leitstelle.

Jedem Ersthelfer unseres Ortsvereins steht eine komplette Notfallausrüstung zur Verfügung. Sie besteht aus:

  • Notfall-Tasche oder Notfall-Rucksack
  • Blutdruckmessgerät + Stethoskop
  • manuelle Absaugmöglichkeit
  • Beatmungsbeutel + Masken Gr. 3 + 5
  • Guedel-Tuben
  • Rettungsdecken
  • Verbandmaterial
  • (Kleider-)Schere
  • Einmalhandschuhe
  • Pupillenleuchte
  • Einsatzjacke aus dem Aktiven Dienst
  • HWS-Immobilisation (Stifneck variabel)
  • Blutzucker-Messgerät

Ausbildung

Die Ausbildung umfasst einen Erste Hilfe Kurs mit 8 Doppelstunden und eine Sanitätsausbildung mit 64 Stunden. Dazu kommt eine zusätzliche Ausbildung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung und eine Einweisung in die Frühdefibrilation. Durch das Mitfahren auf Rettungswagen werden praktische Erfahrungen ausgebaut und ergänzt. Selbstverständlich bilden sich unsere First Responder ständig fort. In der Rubrik Dienstplan können Sie die aktuellen Fortbildungangebote einsehen. Diese sind, wie alle unsere Dienstabende, öffentlich - Gäste sind herzlich willkommen.

Die Geschichte des Helfer vor Ort-Systems in Alpirsbach

In der Mitgliederversammlung am 19. März 1999 hat der damalige Kreisbereitschaftsleiter Michael Schwab ein neues Angebot des DRK vorgestellt. Mit einem sogenannten „Helfer vor Ort System“ soll spontane Hilfe möglich gemacht werden. Was damit gemeint ist und wie dieses System funktioniert, hat er damals skizziert. Wie sich das auf die Bereitschaft Alpirsbach auswirken wird, hat sich zum damaligen Zeitpunkt noch niemand vorstellen können.

Begonnen wurde im Jahr 2000 mit 9 Einsätzen, nach Schließung der Rettungswache Alpirsbach im Jahr 2002 ist die Zahl der Einsätze auf 61 gestiegen und seit dem Jahr 2005 haben wir rd. 100 Einsätze im Jahr zu bewältigen, mit rd. 300 Einsatzstunden. Die Tendenz der Einsätze ist ständig steigend. Dabei können wir auf 16 Helfer vor Ort (HvO), davon sieben in Alpirsbach, drei in Peterzell und Römlinsdorf, einer in Reinerzau, drei in Reutin und Gräben, zwei in Ehlenbogen und einen Bereitschaftsarzt zurückgreifen. Als Ergänzung zum Rettungsdienst ist das HvO-System inzwischen zu einem unverzichtbaren Glied der Rettungskette für die Alpirsbacher Bevölkerung geworden.

NEF HvO DRK AlpirsbachBei einem Notruf über die 112 schickt die Leitstelle einen Rettungswagen aus Loßburg und einen Notarztwagen aus Freudenstadt los und alarmiert parallel dazu die HvO an dem betreffenden Einsatzort, um die ersten Maßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes einzuleiten. Über Funkmeldeempfänger werden die HvO zur Einsatzstelle beordert und fahren mit ihren privaten PKW an. Die benötigte und hochwertige Ausrüstung und Schutzkleidung stellt der Ortsverein in Form von Einsatztaschen und lebensrettenden AED-Geräten zur Verfügung. Die ehrenamtlichen Helfer haben den großen Vorteil, dass sie sehr schnell am Ort des Geschehens sind und unverzüglich mit der medizinischen Erstversorgung beginnen können. Der ortsansässige Arzt, Dr. Peter Stoll, ist ebenfalls in das gut funktionierende System mit eingebunden, so dass dem Patienten eine hoch qualifizierte Hilfeleistung zugute kommt. Die hauptamtlichen Rettungskräfte und Helfer vor Ort arbeiten Hand in Hand und ergänzen sich zum Wohle des Patienten sehr gut.

Zu den HvO Einsätzen kommen noch ca. fünf SET Einsätze im Jahr. SET Einsätze sind größere Schadensereignisse, wie z.B. Brände oder Verkehrsunfälle mit mehreren Verletzten oder zu betreuenden Personen. Bei diesem SchnellEinsatzTrupp werden die gesamten Helfer vor Ort gebündelt und rücken mit ihren DRK Fahrzeugen gemeinsam an den Ort des Ereignisses aus.

DRK Alpirsbach Anja Fuchs

Anprechpartner

Frau
Anja Fuchs

Tel.: (07444) 9565252
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Stv. Bereitschaftsleiterin

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