Mitgliederversammlung des DRK Ortsverein Alpirsbach e.V. am 13. November 2014

Lotse gibt Steuer ab

Alpirsbach. Die diesjährige Mitgliederversammlung des DRK-Ortsvereines fand in Peterzell statt. Neben vielen Mitgliedern konnte der erste Vorsitzende Werner Frasch auch Bürgermeister Reiner Ullrich, den Feuerwehrkommandanten Markus Kohler sowie Vertreter des Kreisverbandes wie Jörg Umbach, Kreisbereitschaftsleiter, und den Notvorstand Dr. Kurt Deckelnick begrüßen.

 

In seinem Bericht stellte Werner Frasch fest, dass der Verein Ende Dezember noch 784 Mitglieder hatte, also 27 Mitglieder verloren hat. Um die Aufgaben zu gewährleisten sind auch die Mitgliedsbeiträge sehr wichtig, weshalb auch weiterhin Werbeaktionen erforderlich sind. „Jedoch ist Geld nicht alles“ wie er betonte. „Wir brauchen Menschen die bereit sind persönlich mitzuarbeiten und darin liegt das Problem, denn derzeit gibt es nur 23 aktive Helfer, 10 Helferinnen und 13 Helfer“, resümierte er. Leider haben Werbeaktionen im vergangenen Jahr an Schulen zu keinem Ergebnis geführt. Das Angebot des DRK umfasst neben Jugendarbeit auch Seniorengymnastik, Vorträge von Fachleuten, soziale Kontakte und natürlich auch den Blutspendedienst.

Die Leiterin des Bereitschaftsdienstes Anja Fuchs gab dann eine Übersicht über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden von den 23 Aktiven 1543 Stunden geleistet. Bei den Blutspendeterminen hat sich die Zahl der Spender bei 225 eingependelt, wobei die Zahl der Erstspender stabil blieb, wie sie darlegte. Die 18 Helfer vor Ort rückten 113-mal zu Einsätzen aus was 300 Einsatzstunden ergaben.

Der Kassier Gerd Leibiger gab dann die Übersicht über Einnahmen und Ausgaben mit dem Resultat, dass der Ortsverein finanziell gut aufgestellt ist. Von den Kassenprüfern wurde eine gute Buchführung attestiert.

Bürgermeister Reiner Ullrich nahm dann die Entlastung der Vorstandschaft vor, die auch einstimmig erfolgte. In seinem Statement erklärte der Bürgermeister auch die Bedeutung des Ehrenamtes und würdigte die Leistung des Ortsvereins für die Stadt und die Bevölkerung.

Schließlich legt Werner Frasch die Gründe für das Ausscheiden aus dem Amt dar. Am 24. Januar 1974 übernahm er das Amt, ohne, wie er ausführte Ahnung vom Roten Kreuz zu haben. Der Verein hatte damals keine eigenen Räumlichkeiten und ein Vermögen von 3.608,93 DM. „Das Rote Kreuz war mein Leben, jedoch ist es nun nach über 40 Jahren soweit, das Amt abzugeben. Zwar habe ich mich um einen Nachfolger bemüht und viele Gespräche geführt aber leider ohne Erfolg. Da die Existenz des Vereins durch mein Ausscheiden nicht gefährdet ist und es einen handlungsfähigen Vorstand gibt, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen“, legte er dann dar.

Der Notvorstand des Kreisverbandes, Dr. Kurt Deckelnick stellte kurz die Aufgaben des Notvorstandes vor und würdigte dann die Leistungen von Werner Frasch, der auch viele Funktionen im Kreisverband ausgeführt hat. Neben Marion Schmid, Kreissozialleiterin, und Martina Krause, Jugendrotkreuzleiterin im Kreisverband, würdigte auch der Kreisbereitschaftsleiter Jörg Umbach die Leistungen von Werner Frasch. Schließlich nahm er dann auch die Ehrungen vor. Für 15 Jahre aktive Mitarbeit sollte Volker Dieterle geehrt werden, der leider verhindert war.

Für 40 Jahre aktive Mitarbeit in verschiedenen Funktionen wurden Hans Georg Schneider und Michael Frick mit der Ehrennadel und Präsenten geehrt. Vom Ortsverein überreichter Werner Frasch je eine Segway-Tour natürlich mit Stärkung mit dem Hinweis, dass die Tour in Baiersbronn stattfindet und damit bei Unfällen Baiersbronn zuständig wäre.

Gisela Krauth, stellvertretende Vorsitzende überreichte dann vom Ortsverein ein Präsent an Werner Frasch und dankte für die geleistete Arbeit in all den Jahren.

Zuvor hatte Michael Frick nochmals die Arbeit von Werner Frasch gewürdigt und stellte kurz die wichtigsten Ereignisse vor. Dazu gehörte der Kauf des Bahnwärterhäuschens, das ja jetzt das Vereinsheim ist. Aber auch die Gründung eines eigenen Ortsvereines, auch gegen den Widerstand im Kreisverband, war sein Verdienst.

Werner Frasch bedankte sich für die vielen Dankesworte und das viele Lob für seine Arbeit. Er versprach auch weiterhin mit zu helfen, auch wird er in der Gruppe Ü 50 dabei sein, aber keine Funktionen mehr übernehmen und schloss dann die Sitzung.

Werner Hering

Foto: (von links nach rechts)

Bürgermeister Reiner Ullrich, Stellvertreterin Gisela Krauth, Werner Frasch, Anja Fuchs, Hans-Georg Schneider, Dirk Oettinger , Jörg Umbach, Michael Frick, Dr. Kurt Dinckelnick, Gerd Leibiger

(Bilder: Werner Hering)