DRK-Heim

Die Geschichte unseres DRK-Heims

DRK Heim Alpirsbach

Unsere Adresse: Krähenbadstraße 21 in 72275 Alpirsbach


Erwerb des Bahnmeistereigebäudes in der Krähenbadstraße

1985 hatte die Deutsche Bundesbahn der Stadt Alpirsbach das Bahnmeistereigebäude zum Kauf angeboten, die das Gebäude dem Ortsverein überlassen wollte, dessen Raumprobleme damit auf Dauer gelöst wären. Der Ortsverein nutzte ja einen Teil des Gebäudes bereits seit 1969 als Unterrichtsraum und seit 1983 standen auch Garagenräume zur Verfügung. Man hatte in diesen  Jahren bereits Materialkosten in Höhe von 20.000 DM und viele Eigenleistungen in die Unterhaltung des Gebäudes investiert. Durch konsequentes Sparen auf dieses Ziel hin, durch Mitgliedsbeiträge, und vor allem durch Einnahmen aus Veranstaltungen, wäre der Ortsverein in der Lage, den Kaufpreis aufzubringen. Wegen fehlender Rechtsfähigkeit konnte der Ortsverein allerdings nicht als Käufer auftreten. Die Mitgliederversammlung hat am 08. März 1985 beschlossen, das Gebäude im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu übernehmen.

Verhandlungspartner der Deutschen Bundesbahn war Herr Bürgermeister Dombrowsky. Ihm verdankt der Ortsverein, dass die Deutsche Bundesbahn das Gebäude mit einem Grundstücksanteil von 532 qm schließlich zum Preis von 53.000 DM an die Stadt Alpirsbach verkaufte. Der Ortsverein ersetzte der Stadt den Kaufpreis und bekam dafür einen unkündbaren Mietvertrag, der ihm faktisch die Rechte eines Eigentümers einräumte. Die rechtlichen Voraussetzungen zum Erwerb durch den Ortsverein wurden 1996 durch den Eintrag in das Vereinsregister geschaffen. Der Gemeinderat stimmte dem Verkauf an den Ortsverein zu, der notarielle Vertrag wurde beurkundet und der DRK Ortsverein am 10. Oktober 2000 in das Grundbuch eingetragen. Eine für das DRK Alpirsbach außerordentlich bedeutsame Angelegenheit konnte nach 13 Jahren erfolgreich abgeschlossen werden.

Umbau des Bahnmeistereigebäudes zum Rotkreuzheim

DRK Heim AlpirsbachIm September 1985 legte Architekt Kohrs aus Alpirsbach erstmals einen Entwurf für den Umbau des Bahnmeistereigebäudes und den Einbau einer Rettungswache vor. Die Umbaukosten für den Teil des Ortsvereins konnten, soweit keine Eigenleistungen der Bereitschaft möglich waren, aus dem Vereinsvermögen finanziert werden.

Nicht nur der Grunderwerb, sondern auch der Umbau konnte ohne Schulden durchgeführt werden. Als dann vom Landratsamt Freudenstadt am 28. Februar 1986 der Rote Punkt  erteilt worden war, stand einer zügigen Bauausführung nichts mehr im Wege. Die Räume für den Ortsverein wurden teilweise von Handwerkern um- und ausgebaut, zu einem großen Teil aber auch durch Eigenleistungen von Bereitschaftsmitgliedern und Gönnern des Roten Kreuzes. In einem beispiellosen Kraftakt wurden 3.200 ehrenamtliche Arbeitsstunden aufgewendet, um diese Maßnahme durchzuführen.

Bereits am 17. Oktober 1986 konnte das neue DRK-Heim mit Rettungswache eingeweiht und am darauffolgenden Sonntag anlässlich eines Tages der offen Tür der Bevölkerung vorgestellt werden. Die Rettungswache wurde am 20. Oktobe 1986 in Betrieb genommen.

Die Abrechnung des Umbaues für den Teil des Ortsvereins belief sich auf 58.000 DM für Fremdleistungen und 30.000 DM Eigenleistungen, Architekt Kohrs stellte seine Architektenleistungen im Wert von 7.000 DM als Spende zur Verfügung.

Das Rotkreuzheim heute

DRK Heim AlpirsbachWeitere Umbauten wurden in den Jahren 1998 bis 2000 durchgeführt. Innerhalb des Gebäudes wurde ein Zugang in den Keller geschaffen, der bisherige Zugang von außen wurde geschlossen. Es wurde ein gemütlicher Aufenthaltsraum eingerichtet und eine Küchenzeile und eine Abwasserhebeanlage eingebaut.

Am 07. September 2001 wurde in Loßburg die neue Rettungswache eingeweiht, die Rettungswache Alpirsbach wurde am 16. September 2001 geschlossen. Im Oktober 1986 waren die Räume für 25 Jahre an den Kreisverband vermietet worden, damals hatte wohl niemand damit gerechnet, dass die Rettungswache Alpirsbach nur 15 Jahre Bestand hat.

Dem Ortsverein stand nun das ganze Gebäude ohne Einschränkung zur Verfügung und man konnte die Räume großzügig nutzen. Es wurde ein Büro mit zweckentsprechender Möblierung und EDV eingerichtet. Die Lagerräume konnten großzügig erweitert werden. Die Garage für den Rettungswagen konnte von nun an für das ortsvereinseigene Fahrzeug genutzt werden.

Die Instandsetzung und Unterhaltung des Rotkreuzheimes ist allerdings zu einer Daueraufgabe geworden, die viel Geld kostet. In den 20 Jahren seit dem Kauf und Umbau des Gebäudes wurden weitere 60.000 Euro investiert.