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Aktuelles aus dem Ortsverein Alpirsbach Weihnachtsspende vom Haus Auerhahn, Reinerzau erhalten Ein guter Wochenanfang für das DRK Alpirsbach. Der Vorsitzende Werner Frasch wurde gebeten, in das Alten- und Pflegeheim Haus Auerhahn in Alpirsbach-Reinerzau zu kommen. Dort überreichte ihm Heimleiterin Gisela Schmidt einen Scheck über 500 Euro als Weihnachtsgeschenk für den Ortsverein. Die Heimleitung verzichtet auf Weihnachtsgrußpost und spendet stattdessen das Geld für einen sozialen Zweck. Werner Frasch bedankte sich herzlich für diese großzügige Unterstützung des Roten Kreuzes.
Von links: Hanna Sum, Daniela Sum, Sabine Musch, Gisela Schmidt, Werner Frasch Arthrose von Hüft- und KniegelenkArztvortrag am Mittwoch, den 09. November
2011
Zur traditionellen November-Vortragsveranstaltung des
DRK Alpirsbach im Rahmen der Gesundheitsvorsorge mit dem Thema
„Arthrose von Hüft- und Kniegelenk“ konnte Ortsvereinsvorsitzender
Werner Frasch den Chefarzt der Chirurgie am Krankenhaus Wolfach, Dr. Oliver
Datz, begrüßen. Dass das DRK in der langjährigen Vortragsreihe ein allgemein
interessierendes Thema getroffen hat, bewiesen die 130 Zuhörerinnen und
Zuhörer, die der kleine Saal im Haus des Gastes kaum fassen konnte. „Leben heißt bewegen“, dies ist das Ziel der
Arthrosetherapie, durch Behandlung, Linderung und, weil die Arthrose nicht
heilbar ist, letzten Endes durch eine Operation. Die Arthrose ist eine Erkrankung des Gelenks durch
eine Veränderung des Knorpels, der fehlende Knorpel verursacht Schmerzen. In
der Hauptsache handelt es sich um diese primäre Arthrose, die ohne
erkennbare Ursache entsteht. Auch durch Druck auf das Gelenk kann Arthrose
entstehen, die sog. sekundäre Arthrose. Die Sportarten werden immer
belastender, die Patienten immer jünger. 5% der Gesamtbevölkerung leidet unter symptomatischer
Hüftarthrose, 17% ab dem 55. Lebensjahr und ab 70 Jahre hat praktisch jeder
Mensch Arthrose. Die Symptome sind Anlauf-, Belastungs- und Ruheschmerzen,
Hinken, Bewegungseinschränkung. Bei der Kniearthrose kommt noch eine
Fehlstellung der Beine (O-Beine) dazu. Bei Beschwerden wird man erst den Hausarzt aufsuchen,
dann folgen Röntgenaufnahmen, dann, zeitlich gestaffelt, erst eine
konservative Therapie (Krankengymnastik, gelenk entlastende Übungen,
Muskelaufbau, Wärme, Spritzen), der Knorpelschaden wird dadurch jedoch nicht
beseitigt oder geheilt. Am Ende steht dann die Operation. Alternativen gibt
es keine, weil man den fehlenden Knorpel nicht wieder aufbauen kann.
Jährlich werden in Deutschland 200.000 Hüft- und 160.000 Knieoperationen
durchgeführt, mit steigender Tendenz. Dr. Datz erklärt dann anhand von
Bildern die verschiedenen Prothesentypen, die entsprechend dem Alter und den
individuellen Gegebenheiten zum Einsatz kommen. Auch Originalaufnahmen des
gesamten Operationsablaufs werden gezeigt. Waren früher Totaloperationen mit
Absägen des Hüftknochens die einzige Möglichkeit, ist jetzt, bei guter
Knochenqualität, auch eine
knochensparende Überkronung des Hüftknochens möglich, die bei Patienten bis
60 Jahre angewandt werden kann. Eine Prothese hält ungefähr 15 Jahre. Beim
Knieersatz ist die Totalprothese die Regel. Die Operation dauert etwas
länger als eine Stunde und ist in Voll- oder Teilnarkose möglich. Danach ist
bereits eine Vollbelastung möglich. Stationäre Behandlung dauert 10 bis 12
Tage und die anschließende Reha 3 Wochen. Für seinen interessanten und verständlichen Vortrag
erhielt der Referent viel Beifall und stand dann auch noch für Fragen zur
Verfügung. Dafür bedankte sich der Ortsvereinsvorsitzende mit einem kleinen
Geschenk und versprach auch für nächstes Jahr wieder einen interessanten
Vortrag.
Besuch Christoph 11 der DRF Luftrettung Eine Gruppe des DRK OV Alpirsbach e.V. machte sich am Samstag auf den Weg nach VS – Schwenningen, um den dort stationierten Rettungshubschrauber Christoph 11 der DRF Luftrettung zu besichtigen. Der Helikopter ist mehrmals jährlich in Alpirsbach, doch bei den Einsätzen muss es rasch gehen, sodass für Details keine Zeit bleibt. Kurz vor 10 Uhr traf die Gruppe am Stützpunkt ein und wurde von Rettungsassistent Schuhbauer freundlich begrüßt. Zuerst wurde die Maschine von außen besichtigt, doch schon nach 15 Minuten ging der Alarm, Einsatz für Christoph 11 im 5 km entfernten VS – Villingen. Die komplette Besatzung, also Arzt, Pilot und Rettungsassistent, waren im Nu in der Luft, sodass wir einen perfekten Start besichtigen konnten. Zu unserer Überraschung kam der Helikopter nach 5 Minuten zurück, nachdem der Pilot den Arzt und Rettungsassistent beim Patienten abgesetzt hatte. Diese sollten mit dem Patient im Krankenwagen zurückkommen, was uns viel Zeit für eine weitere Besichtigung einbrachte. Der sehr erfahrene Pilot Schreiter wusste uns viele Details seiner 3 Tonnen schweren Maschine zu berichten. Die D – HDRM besitzt 1.500 PS und fliegt bis zu 300 km/h spitze. Der Hubschrauber muss bereits nach 50 Flugstunden technisch überprüft und nach 400 Flugstunden in einer Werft gewartet werden. Bei ca. 1.150 Einsätzen im Jahr und einem Einsatzgebiet von bis zu 60 Kilometer – Luftlinie kommt einiges zusammen. Die 4,5 Millionen teure EC 135 Maschine kostet pro Einsatzminute ca. 60,-€ inklusive Besatzung, was bedeutet, wenn der Christoph 11 in Alpirsbach einen Einsatzort anfliegt, kostet der Anflug alleine rund 600,-€. Wir staunten nicht schlecht, als auf dem Landsplatz neben uns ein EC 145 Helikopter der REGA aus der Schweiz landete. Auch diesen konnten wir besichtigen, bis er 30 Minuten später wieder abflog. Inzwischen war auch unser Arzt und Rettungsassistent zurück und unsere Besichtigung ging weiter. Der nach DIN Norm ausgestattete Hubschrauber besitzt ein hochwertiges Equipment, wie EKG, Defibrillator, Beatmungsgeräte, sowie ein Ultraschallgerät. Wir waren uns schnell einig, das Team und die Ausstattung ist so erfahren und hochwertig, da ist Jeder in guten Händen. Noch auf unserem Nachhauseweg rückte der Christoph 11
erneut aus, er flog in den Kreis Freudenstadt. Olympia Dürrenberger – Sauer, Bereitschaftsleiterin
Bericht von der
Mitgliederverammlung 2011
Rotes Kreuz gut aufgestellt
Alpirsbach.
Zur diesjährigen Mitgliederversammlung hatte der Ortsverein Alpirsbach nach
Peterzell eingeladen. Als Vertreter der Stadt war Ortsvorsteher Willi Jäckle
und als Vertreter des Kreisverbandes des DRK der Geschäftsführer Marc
Steigerwald gekommen. Der erste Vorsitzende Werner Frasch erläuterte bei
seiner Einführung, dass in den letzten drei Jahren 91 Mitglieder verloren
wurden und, dass in Zukunft Werbeaktionen erforderlich werden. Zwar ist der
Ortsverein im Kreis einer der Vereine mit den meisten Fördermitgliedern,
jedoch reichen die Mitgliedsbeiträge nicht aus, um die Ausrüstung mit
Fahrzeugen, Uniformen, technischem Gerät oder den Unterhalt und die
Renovierungsarbeiten für das Rotkreuzgebäude am Bahnhof zu finanzieren, So konnten durch Spenden verschiedener Vereine zwei
Automatische–Externe-Defibrillatoren für insgesamt 5.000 Euro angeschafft
werden. Diese sind in Reutin und Römlinsdorf stationiert. Wie vielseitig das Angebot
des Ortsvereins ist verdeutlichte schließlich Werner Frasch. So gibt es
nicht nur die Helfer vor Ort, eine Senioren-Gymnastik-Gruppe, die sehr gut
angenommen,
auch und vor allem das Angebot an die
Bevölkerung durch Kurse zur Ersten Hilfe. Die Leiterin der
Bereitschaft, Olympia
Dürrenberger-Sauer
konnte
in ihrem Bericht feststellen, dass im vergangenen Jahr 542 Personen zu den
beiden Blutspendeterminen gekommen waren. Besonders erfreut war sie über die
47 Erstspender. Die insgesamt 22 Helfer vor Ort leisteten bei
insgesamt 122 Einsätzen ca. 2.500 Einsatzstunden. Viele Gespräche und
Diskussionen gingen der Gründung der Ü-50-Gruppe voraus, die dann im Januar
des letzten Jahres gegründet wurde und von Michael Frick geleitet wird.
„Diese sieben Mitglieder stellen
keine Konkurrenz zur aktiven Bereitschaft
dar, sondern sind eine sinnvolle Ergänzung im Angebot des Ortsvereins“, so
das Resümee von Michael Frick. Erfreuliches konnte über
das Jugendrotkreuz berichtet werden. Nachdem im Jubiläumsjahr 2009 mangels
Jugendleiter die Gruppen aufgelöst wurden, haben sich im Oktober des
vergangenen Jahres drei junge Frauen, Conny Harter, Beatrix Kaygisiz und
Rebecca Diener, als
Leiterinnen zur Verfügung gestellt und betreuen nun insgesamt
neun Kinder zwischen 13 und 15 Jahren. Verdiente Mitglieder ehrte
dann Marc Steigerwald vom Kreisverband. In seiner Ansprache lobte er
zunächst die Leistungen und die Verlässlichkeit des Ortsverbandes Alpirsbach
und vor allem auch die von Dr. Peter Stoll, dem örtlichen Notarzt. Der
Mitgliederschwund ist auch kreisweit ein Problem, weshalb sich der Vorstand
entschlossen hat, als Fachmann einen Werbemitarbeiter
einzustellen. Denn ein finanziell gut
ausgestattetes Rotes Kreuz ist auch Gesundheitsvorsorge für die Bevölkerung
im Landkreis. Ehrenurkunden erhielten für aktive Mitarbeit, Olympia
Dürrenberger-Sauer für 5 Jahre und für 15 Jahre Gisela Krauth. Auch vom Ortsverein wurden diese beiden Mitglieder
anschließend für diese Leistungen von Werner Frasch geehrt. Als Gerätewart, der vor allem für die Technik
zuständig, wurde für 20 Jahre Hans-Georg Schneider, für 35-jährige Tätigkeit
als zweite Vorsitzende und seit einiger Zeit auch als Schriftführerin wurde
Rosa Dombrowsky von Werner Frasch geehrt. Eine besondere Ehrung für
seinen unermüdlichen
Einsatz erhielt Peter Günther, der seit 40
Jahren als Ausbilder des DRK im gesamten Kreis unterwegs ist. Die Geehrten erhielten neben einem guten Tropfen noch
jeweils einen Gutschein.
Foto:
Von
links nach rechts
Ehrung:
Werner Frasch, Rosa Dombrowsky, Hans-Georg Schneider, Olympia
Dürrenberger-Sauer, Peter Günther, Gisela Krauth und Marc Steigerwald
Tinnitus: Ein Geräusch als Volkskrankheit, Ursachen und therapeutische Möglichkeiten Zur traditionellen
November-Vortragsveranstaltung des DRK Alpirsbach im Rahmen der
Gesundheitsvorsorge mit dem Thema
„Tinnitus, ein Geräusch als Volkskrankheit“ konnte
Vorsitzender Werner Frasch die HNO-Fachäzte Dr. Jürgen Stolper und
Michael Ehrmann aus
Freudenstadt, begrüßen. Frasch wies darauf
hin, dass es diese Vortragsreihe nun schon seit 15 Jahren gibt und man sich
inzwischen mit vielen Körperteilen, Vorsorgemöglichkeiten
und auch Volkskrankheiten
befasst hat und nun das Ohr dran ist. Über 80 Zuhörer folgten im Haus des
Gastes dem interessanten Vortrag. Einleitend wurde der Aufbau des Ohres und seine
Funktionsweise erklärt, bevor man dann zum Thema „Tinnitus“ kam. Schon 1.500 v.Chr. versuchte man in Babylonien, den
Ursachen des Tinnitus auf die Spur zu kommen. Auch heute ist noch nicht
alles über die Krankheit erforscht. Tinnitus (lat. „das Klingeln der Ohren“)
ist ein subjektives Geschehen, das für einen Unbeteiligten nicht
wahrnehmbar ist. Diese Wahrnehmung beruht auf einer Störung der Hörfunktion.
Etwa 15% der Bevölkerung sind vom Tinnitus dauerhaft betroffen und nur bei
0,5% der erwachsenen Bevölkerung handelt es sich um eine eigenständige
Erkrankung. Tinnitus tritt zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr am häufigsten
auf. Tinnitus kann entstehen durch Erkrankungen im Ohr, Schwerhörigkeit,
Entzündungen. Die häufigsten Ursachen sind die Lärmschwerhörigkeit,
das Knalltrauma und ein großer Teil sind unbekannte Ursachen. Pfeifen
und Rauschen sind mit je einem Drittel die häufigsten Folgen. Der Akute Tinnitus, dauert bis 3 Monate, danach
beginnt das chronische Stadium. Eingeteilt wird der Tinnitus in vier Grade, Grad 1
und 2 (Geräusche treten nur bei Stille auf) ist das akute Stadium, Grad 3
(Geräusche sind auch tagsüber da) und Grad 4 (kann bis zur Berufsunfähigkeit
führen) gehören zum chronischen Verlauf. Im akuten Stadium besteht geringer
Leidensdruck, die Lebensqualität ist nicht beeinträchtigt. Im chronischen
Stadium entsteht ein hoher
Leidensdruck, Angstzustände, Schlafstörungen, Depressionen können auftreten. Die Behandlung des Tinnitus orientiert sich an der
Ursache. Dazu müssen Begleiterkrankungen beachtet und behandelt werden,
z.Bsp. Probleme mit der Lebensführung, Verspannung der Halswirbelsäule oder
der Kiefer-Kaumuskulatur, Kopfschmerzen, Schwindel, weil Tinnitus auch
dadurch entstehen kann. Behandlung mit Medikamenten, Cortison, Infusionen,
Gespräche, Aufmerksamkeitslenkung, Entspannungsübungen. Wichtig ist das
Gespräch mit dem Patienten, es gilt abzuklären, wo die Probleme liegen, und
alle Ursachen abzustellen, die sich negativ auswirken. Je länger der Tinnitus besteht, desto höher ist die
Wahrscheinlichkeit, dass er dauerhaft bestehen bleibt. Diese Patienten
fragen sich dann, was kann man machen, dass das Ohrgeräusch endlich weggeht
? Es gibt noch keine Medikament zum behandeln des Tinnitus. Nur über
Gewöhnung kann der Leidensdruck gemindert werden. Dazu gibt es Fachkliniken
und auch Selbsthilfegruppen.
(Auskunft in der Arztpraxis Dr. Stolper und Ehrmann, Freudenstadt). Die Referenten gingen dann auch noch auf Verfahren
ein, die auf dem Markt sind, aber eben
nichts bringen, z.B. Laser-Ginko-Verfahren, Hypnose, Akupunktur. Im
Versuchsstadium ist die ernährungsmedizinische Behandlung, weitere Methoden
sind in der Erprobung, aber es gibt noch keine Ergebnisse. Mit herzlichem Dank und einem kleinen Geschenk wurden
die beiden Referenten verabschiedet.
1. DRK-Herbsthocketse 2010 Mal was neues ausprobieren wollten die Rotkreuzler in Alpirsbach. Deshalb veranstaltete man kein Sommerfest, sondern man lud ein zur Herbsthocketse ins Rotkreuzheim. In den herbstlich geschmückten Räumen erwarteten die Besucher ausgewählte Württemberger Weine und dazu deftige Vesper und Flammkuchen. Leider war die Resonanz nicht wie gehofft und viele Plätze blieben leer. Allen Besuchern, voran den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, gilt unser Dank und wir hoffen bei der Veranstaltung im nächsten Jahr auf ein volles Haus.
Nie mehr ohne Helm aufs Fahrrad! Großes Glück im Unglück hatte am 27. August ein 11jähriger Junge aus Alpirsbach, der ohne Helm mit dem Fahrrad unterwegs war. Er stürzte so schwer, dass er notärztlich versorgt werden musste. Dr. Peter Stoll und die Helfer vor Ort des DRK Alpirsbach wurden zur Erstversorgung alarmiert, ein Rettungswagen aus Lossburg und ein weiterer Notarzt aus Freudenstadt kamen dazu. Der verletzte Junge musste in das Krankenhaus nach Freudenstadt eingeliefert werden, um die Verletzungen zu behandeln und abzuklären. Obwohl er ohne Helm unterwegs war, hatte er ein Riesenglück im Unglück. „Nicht jeden Tag ist ein so gutes Schutzengel-Flugwetter“, stellten Dr. Stoll und die Ersthelfer des DRK fest und Dr. Stoll erklärte sich spontan bereit, den verunglückten Jungen mitsamt seinen Freunden am Sonntag zu sich einzuladen, um die Gefahren und Risiken des Fahrradfahrens ohne Helm aufzuzeigen. „Mit Fahrradhelm lassen sich 60 Prozent aller tödlichen Kopfverletzungen vermeiden“, informierte der Notarzt die jungen Fahrradfahrer. Man solle vor allem nicht glauben, dass man bei einem Sturz mit den Armen und Händen noch so abbremsen könne, dass der Kopf nicht aufkommt. „Das ist schlichtweg unmöglich!“, informierte Dr. Stoll, der selber begeisterter Radfahrer ist. Anhand eines Schädelmodells und mithilfe einer Zitrone zur Darstellung des Gehirns zeigte Dr. Stoll anschaulich, was passiert, wenn ein Kopf ohne Helm aufschlägt: Das Gehirn schlägt innen gegen die Schädelwände, Gehirnerschütterung bis hin zur Hirnblutung oder Quetschungen sind mögliche Verletzungen. Die Schädelknochen können brechen, zum Beispiel in Form einer lebensgefährlichen Schädelbasisfraktur. Die Kinder waren erstaunt, wie dünn die Knochen an manchen Stellen des Gehirns sind. Anschließend setzte die kleine, engagierte, sonntägliche Fortbildungsgruppe dem Schädelmodell den Fahrradhelm des Doktors auf und letzterer demonstrierte daran, wie gut der ganze Kopf dadurch beim Aufprall oder Fallen geschützt ist. Ganz wichtig dabei ist, dass der Helm wirklich gut und richtig sitzt. Und - noch wichtiger: dass er auch aufgesetzt wird! Dazu gehört der Helm grundsätzlich an das Fahrrad gehängt, denn nur dann wird er auch aufgezogen und nicht vergessen. Zum Abschluss posierten alle Teilnehmer – auch Dr. Stoll – mit Helm vor dem Notarztwagen. Den sie so hoffentlich nie wegen eines Fahrradunfalls ohne Helm brauchen werden!
Olympia Dürrenberger – Sauer Bereitschaftsleiterin DRK OV Alpirsbach e.V. DRK OV Alpirsbach e.V. beim Sanitätsdienst Hockenheimring Durch eine jahrelange und gute Zusammenarbeit der DRK Kreisverbände Mannheim und Freudenstadt wurde es einigen Sanitätern des Ortsverein Alpirsbach e.V. möglich, Sanitätsdienst am Hockenheimring zu leisten. Der erste Helfer absolvierte am Dienstag vor dem großen Rennwochenende Dienst mit unseren Kameraden vom DRK Ortsverein Baiersbronn. Der Dienst und die Rennstrecke waren hier noch recht ruhig. Dies sah am Samstag beim Qualifying anders aus. Eine Vielzahl an Einsätze musste bewältigt werden, Schnittwunden, Kreislaufschwächen, aber auch einen Schlaganfall galt es zu versorgen. Dennoch konnten die Helfer einige Blicke auf das Qualifying werfen. Nach den Übungsrunden hatten die Sanitäter freie Sicht auf Fahrer wie Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Michael Schumacher und auch so mancher Prominente ließ sich blicken. Als die Sanitäter gegen 22Uhr zurück waren, waren sich Alle einig, es war ein interessanter Dienst.
Janine Dürrenberger, Stefan Raddatz, Martina Homberg, Wolfgang Fischer Dank Spenden zwei neue AED-Geräte für die Höhenstadteile übergeben Das DRK Alpirsbach freut sich sehr, weitere „Helfer vor Ort“ mit AED-Geräten ausstatten zu können. Gemeinsam mit dem VDK Alpirsbach, dem Gartenbauverein Römlinsdorf, der Jagdgenossenschaft Römlinsdorf und dem Musikverein Römlinsdorf war es nun möglich, für die medizinische Notfallversorgung der Höhenstadteile Römlinsdorf, Peterzell und Reutin mit Gräben und Aischfeld jeweils ein Gerät in Römlinsdorf und eines in Gräben direkt bei unseren Helfern stationieren zu können. Die Helfer sind somit in der Lage, bei einem entsprechenden Notfall in den Höhenstadtteilen von Alpirsbach die wirksamsten Maßnahmen bei einem Herzstillstand sofort einzuleiten. Der plötzliche Herztod ist in Deutschland die Todesursache Nummer eins außerhalb von Krankenhäusern. Pro Jahr sterben in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an plötzlichem Herzversagen. Etwa 40 - 50 Prozent der Patienten, die vom Rettungsdienst wiederbelebt werden, weisen bei der ersten EKG-Rhythmusanalyse „Kammerflimmern“ auf. Infolgedessen wird kein Blut mehr gepumpt, es kann kein Puls mehr getastet werden. Der Patient ist klinisch tot. Die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns ist die sofortige elektrische Defibrillation, unterstützt von den Basismaßnahmen der Wiederbelebung (Atemspende, Herz-Druck-Massage). Je früher die Defibrillation mit einem AED-Gerät (automatisierte externe Defibrillatoren) durchgeführt wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient überlebt. Der 1. Vorsitzende des VDK, Hans-Jürgen Dyba, betonte in seiner kurzen Ansprache, dass der Wert eines Lebens nicht in Geld gemessen werden könne und deshalb die Spende für die Beschaffung solcher Geräte, wenn sie auch nur einmal erfolgreich eingesetzt werden, alles aufwiegt. Werner Frasch, 1. Vorsitzender des DRK Alpirsbach, betonte, dass die Versorgungsqualität gerade in den Höhenstadtteilen so nun erheblich verbessert werden könne und bedankte sich bei den spendenden Organisationen.
AED-Übergabe vor dem DRK-Heim an die Helfer vor Ort Michael Frick (Gräben, 1.v.l.) und Wolfgang Fischer (Römlinsdorf, 2.v.r.) Notruf mit dem Mobiltelefon / Änderung des Telekommunikationsgesetzes Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, ist am 18. März 2009 die sog. Notrufverordnung als Ergänzung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Kraft getreten. Unter anderem wird in der Notrufverordnung neben der europaeinheitlichen Notrufnummer 112 die in Deutschland seit Jahrzehnten eingeführte Notrufnummer 110 festgeschrieben, die traditionell für den Polizeinotruf genutzt wird. Für die Bürger, die einen Notruf über ein Mobiltelefon absetzen wollen, ist es wichtig zu beachten, dass es ab dem 1. Juli 2009 erforderlich ist, dass in das Mobiltelefon eine so genannte SIM-Karte eingelegt wird und diese betriebsbereit ist. Dabei handelt es sich um eine kleine mit einem Chip versehene Karte, die man bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages von seinem Dienstanbieter ausgehändigt bekommt und auf der sich die Daten befinden, die den Anschluss gegenüber dem Netz technisch berechtigen. Wie das BMWi weiter mitteilt, wurde die Änderung gegenüber dem bisherigen Verfahren, bei dem Notrufe auch ohne SIM-Karte abgesetzt werden konnten, notwendig, um dem Missbrauch der Notrufnummer 112 Einhalt zu gebieten. In Spitzenzeiten waren nach Angaben der Notrufabfragestellen über 80 Prozent aller Anrufe missbräuchlich. Das führte dazu, dass Notrufe von Menschen, die sich wirklich in Not befanden, nur verzögert bearbeitet und diesen damit Hilfeleistungen erst verzögert bereitgestellt werden konnten. Eine Möglichkeit, diese Art des Notrufmissbrauchs zu verfolgen, bestand nicht, da hierbei aus technischen Gründen keine personenbezogenen Daten erhoben werden konnten. Mit der neuen SIM-Karten-Regelung wird sich dies ändern. Weiterhin ist trotz der mit einer SIM-Karte einhergehenden Bindung an einen Dienstanbieter sichergestellt, dass Notrufe zur "112" auch dann abgesetzt werden können, wenn man sich gerade in einem Gebiet aufhalten sollte, das nicht vom eigenen, sondern nur von einem anderen Mobilfunkanbieter versorgt wird.
Spannend und informativ war der Besuch der DRK Bereitschaft Alpirsbach beim THW Freudenstadt. Auf Einladung des Zugtruppführers Michael Eisenbeis wurden wir erstmal eine Stunde lang theoretisch über das seit 1950 bestehende THW, seine Geschichte und eine Aufgaben unterrichtet. Das Technische Hilfswerk (THW) ist eine Katastrophenschutzorganisation und hilft zum Beispiel bei Aufräumarbeiten nach einem Erdbeben, in der Trinkwasserversorgung, Bau von provisorischen Brücken, Bergung von Verletzten und noch viel mehr. Das besondere dabei ist, dass das THW nicht nur in Deutschland hilft, sondern weltweit. Das ist möglich weil das THW nicht wie die Feuerwehr eine Organisation einer Stadt oder Gemeinde ist, sondern weil das THW in seiner Form als Bundesanstalt eine Organisation des Bundes für den Katastrophenschutz ist. Michael Eisenbeis erläuterte uns, dass das THW Freudenstadt hat Spezialtruppe Wasserschaden/Pumpen ist, die immer dann in Einsatz kommt, wenn die Kapazitäten der Feuerwehr nicht ausreichen. So war die Gruppe aus Freudenstadt auch beim Hochwasser im Zollernalbkreis im letzten Jahr im Einsatz und im Oder-Gebiet. Bei im Schnitt 15 Einsätzen im Jahr im Kreis Freudenstadt und überregional bis nach Frankreich kommt das umfangreiche Gerät und die Fahrzeuge und Anhänger zum Einsatz. Die über 40 ehrenamtlichen Aktiven und die Jugendgruppe bilden sich wöchentlich weiter und halten das Material in Stand. Zum Abschluss durften wir die Technik und die Fahrzeuge bewundern. Zum Dank erhielt das THW ein Präsent bestehend aus Spezialitäten aus Alpirsbach verbunden mit der Idee, die Kameradschaft auch in Zukunft weiter pflegen zu wollen.
Einmal die Flughafenfeuerwehr Stuttgart hautnah erleben – das konnten die Aktiven des DRK Alpirsbach und ihre Angehörigen am vergangenen Wochenende. Mit dem Bus ging es am Samstag nach Stuttgart, wo wir durch persönliche Beziehungen zu unserem Partner-DRK in Plattenhardt einen detaillierten Einblick in die Arbeit der Flughafenfeuerwehr erhielten. Bei der Flughafenfeuerwehr Stuttgart sind zurzeit 75 Feuerwehrangehörige als hauptamtliche Kräfte beschäftigt. Zur Sicherstellung des Dienstbetriebes und einer ordnungsgemäßen Aufgabenerfüllung versehen zwei Wachschichten jeweils 24 Stunden-Schichtdienst. Das Sicherstellen des Flugzeugbrandschutzes, Technische Hilfe bei Flugzeugunfällen, Gebäudebrandschutz/Technische Hilfeleistung für den gesamten Flughafenbereich und auch der Rettungsdienst (medizinische Notfallhilfe, Erste-Hilfe-Leistung, inklusive Vorhaltungen für den Massenanfall von Verletzten z.B. bei Flugunfällen) gehören zu den Aufgaben der bestens ausgebildeten Feuerwehrmännern. Nach der Besichtigung der Übungsflugzeuge, die regelmäßig in Brand gesteckt werden, konnten wir nur staunen über die Ausstattung im Bereich der Feuerwehr und des Flughafenrettungsdienstes. Vor allem die vier Flughafenlöschfahrzeug FLF mit 1000 PS und 136 KM/h Spitze waren faszinierend. Innerhalb 2 Minuten wird im Ernstfall so ein Fahrzeug „leergespritzt“ und meist nur von einer Person bedient.
Die Anforderungen an das Rote Kreuz machen eine regelmäßige umfangreiche Sanitätsausbildung seiner Helfer unabdingbar. Nach einem halben Jahr intensiver Ausbildung durch Sanitätsausbilder Peter Günther konnte jetzt ein Prüfungsteam des DRK Kreisverbands Freudenstadt acht Helfern des Ortsvereins Alpirsbach, einem Mitglied der Feuerwehr Alpirsbach und einem Mitglied des Ortsvereins Baiersbronn eine erfolgreiche Prüfung als Abschluss der Sanitätsausbildung B bescheinigen. Neben der Herz-Lungen-Wiederbelebung, die von den Teilnehmern fehlerfrei in Theorie und Praxis erwartet wird, standen auch grundlegende Ausbildungsinhalte wie Anatomie oder Medikamentenlehre auf dem Programm. Das Anlegen von Verbänden wurde ebenso geschult und geübt wie das Assistieren des Notarztes bei der Patientenversorgung. Nach der bestandenen Prüfung sprach der Ausbilder des Ortsvereins Alpirsbach, Peter Günther, allen Helfern ein großes Lob aus. Es ist nicht selbstverständlich, dass der Ausbilder und die Prüflinge neben den normalen Dienstabenden noch zusätzlich Zeit investieren. Oli Dürrenberger brachte den Dank für das Engagement im Namen der Bereitschaftsleitung zum Ausdruck. Seit dem 1.10.2008 ist in Alpirsbach ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert! Seit dem 1.10.2008 ist in Alpirsbach ein Notarzteinsatzfahrzeug stationiert und wird vom Bereitschaftsarzt des DRK Alpirsbach besetzt. Die Alarmierung erfolgt über die Leitstelle in Freudenstadt. Wählen Sie 112 oder 19 222! Damit steht in Alpirsbach eine sehr gut ausgebildete Helfer-vor-Ort-Gruppe und ein Notarzteinsatzfahrzeug zur Verfügung. Die Zeit bis zum Eintreffen des RTW aus Loßburg oder Freudenstadt kann effektiv überbrückt werden.
Alles an Bord! Über 100 Zuhörer informieren sich beim DRK-Arztvortrag zum Thema Grauer Star und Makuladegeneration Zur traditionellen November-Vortragsveranstaltung des DRK Alpirsbach im Rahmen der Gesundheitsvorsorge mit den Themen „Grauer Star“ und „Makuladegeneration“ konnte der 1. Vorsitzende Werner Frasch Herrn Dr. med. Christoph Binder und Herrn Dr. med. Nikolas Kluge, beide Augenärzte der Schwarzwald-Augenklinik in Schramberg, begrüßen. Über 100 Zuhörer folgten im Haus des Gastes den interessanten Vorträgen. Dr. Binder informierte das Auditorium über die moderne Graue Star-Chirurgie und aktuelle Behandlungsverfahren. Hierbei konnten die Zuhörer erfahren, wie man neuerdings mit speziellen Kunstlinsenimplantaten die Sehschärfe so optimieren kann, dass nach der Operation der Patient möglichst ohne Brille seinen Alltag und seine Freizeit meistern kann. Die Graue-Star-Operation ist inzwischen der häufigste chirurgische Eingriff in Deutschland, wobei die auftretenden Komplikationen wie z.B. Entzündungen gerade mal bei einem Prozent liegen. Die Makuladegeneration tritt auf Grund der steigenden Lebenserwartung und der immer älter werdenden Bevölkerung zunehmend in das Interesse der modernen Netzhautmedizin. Über dieses Thema und die neusten Behandlungsmöglichkeiten informierte Dr. Kluge die interessierten Zuhörer. So erläuterte er den Eingriff mit der „Spritze ins Auge“, mit der sich in den letzten Jahren immer bessere Erfolge erzielen lassen und so den Patienten in die Lage versetzen, der altersbedingten Makuladegeneration entgegentreten zu können. Die beiden Augenärzte beantworteten am Ende noch einen Vielzahl von Fragen der Zuhörer. Auch im nächsten Jahr soll, so der DRK-Vorsitzende Werner Frasch am Schluss der Veranstaltung, wieder ein Vortrag zu einem interessanten Thema angeboten werden.
Schulsanitätsdienst eine
feste Größe in Alpirsbach Seit Januar 2005 ist der Schulsanitätsdienst (SSD) des Bildungszentrums Alpirsbach aktiv und stellt unter Leitung von Marlies Müssigmann mit 21 Schülern aus allen drei Schularten die Erstversorgung ihrer Mitschüler bei Notfällen im Schulalltag sicher. Sie frischen laufend ihre Kenntnisse in Erster Hilfe auf und sind so in der Lage, bei Notfällen kompetent zu helfen. Das Engagement der Schulsanitäter ist „aller Ehre wert“. Deshalb lud das DRK Alpirsbach als offizieller Unterstützer am Samstag die jungen Helfer ins DRK-Heim ein, um ihnen eine Urkunde und ein kleines Geschenk für ihren Einsatz als „Dankeschön“ zu überreichen. Neben den zwölf Schulsanitätern, die der Einladung gefolgt waren, konnte Bereitschaftsleiter Matthias Frasch besonders die Leiterin des SSD Frau Müssigmann und den Schulleiter Herr Hack begrüßen. Nach einer kurzen Besichtigung der Räume und der Fahrzeuge des DRK überreichte Bereitschaftsleiterin Oli Dürrenberger die Urkunden an die Helfer und einen Blumenstrauß an Frau Müssigmann. |